13 01 / 2026 und Groß-Gerau, hat die Sozialkasse einen professionellen Betreiber für den Betrieb des Gästehauses gefunden. Die wissen, wie man mit Jugendlichen arbeitet.“ Der AVM ist eine gemeinnützige GmbH, die im Kreis Groß-Gerau eine Vielzahl von Berufsförderungsmaßnahmen für Jugendliche durchführt. Unter anderem wird eine Schulmensa betrieben, die zukünftig auch das Frühstück und das Abendessen für die Gerüstbau-Azubis vorbereitet. Jörg Rüddenklau, Bürgermeister der Kreisstadt Groß-Gerau, ergänzt, dass die Stadt stolz darauf ist, die Bundesfachklassen aus den Bundesländern Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland sowie aus Thüringen und Sachsen zu beschulen und ihnen eine zukunftsfähige Beherbergung zu bieten. Marcus Nachbauer vom Bundesverband Gerüstbau e.V. / der Bundesinnung für das Gerüstbauer-Handwerk betonte in seiner Ansprache, wie wichtig gute Rahmenbedingungen für die Gewinnung von Auszubildenden und für einen erfolgreichen Berufsabschluss sind. „Mit dem Schülergästehaus an den Beruflichen Schulen Große-Gerau, dem im Jahr 2018 fertiggestellten Internat im Berufsbildungs- und Technologiezentrum der Handwerkskammer FrankfurtRhein-Main sowie der dort entstandenen Gerüstbauhalle haben wir in diesem Ausbildungsstandort eine Infrastruktur, die beispielgebend ist.“ Gleichzeitig kritisierte Nachbauer, dass es an öffentlicher Förderung für den Bau von Internaten für Ausbildungsberufe fehlt, die in sogenannten länderübergreifenden Fachklassen der Berufsschulen unterrichtet werden. Bei der Unterbringung während der Überbetrieblichen Unterweisung in den Handwerkskammern ist das anders: Hier gibt es staatliche Förderprogramme, mit dem große Teile von Neubauten finanziert werden können. Betroffen sind neben dem Gerüstbau über 250 Berufe, die in sogenannten Bundesfachklassen unterrichtet werden. Als Beispiele nannte der Präsident des Bundesverbandes Gerüstbau die Auszubildenden zum Steinmetz, zum Winzer oder zum Binnenschiffer. Dieter Wasilewski von der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt erläutert: „Dass dieses Gebäude entstehen konnte, verdanken wir dem Kreis, der das Grundstück in Erbpacht zur Verfügung stellt. Und der Existenz einer gemeinsamen Einrichtung der Tarifvertragsparteien, der SOKA GERÜSTBAU, die mit einem von allen Gerüstbauunternehmen getragenen Umlagesystem finanziert wird. Nur dadurch konnten die Kosten des Neubaus getragen werden.“ Dieses in der Bauwirtschaft etablierte System wünscht er sich auch in anderen Wirtschaftsbereichen. Nach den Grußworten konnten sich die Gäste in einer Führung einen Überblick über das Gebäude verschaffen. Dabei wurde erkennbar, dass noch einige Restarbeiten zu erledigten sind. Ziel ist es, diese in den nächsten Wochen zu beenden und Betriebsbereitschaft herzustellen, damit die ersten Azubis im Januar 2026 bereits im Schülergästehaus übernachten können. Dr. Häusele: „Die letzten Hürden sind die Abnahmen der Sachverständigen und der örtlichen Feuerwehr und die abschließende Freigabe durch die Bauaufsicht. Dann können die Betten von den Azubis eingeweiht werden, die morgens ein bisschen länger liegen bleiben können – bei dem kurzen Schulweg.“ Quelle: Sozialkasse des Gerüstbaugewerbes SOKA Anzeige AGS Lohnt Sich! Einfach sicher: Das modulare Fassadengerüst AGS ags.layher.com
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