www.geruestbauhandwerk.de • 01 / 2026 19 „Classic Remise“ ein, eine außergewöhnliche Event Location in einem historischen, denkmalgeschützten Ringlokschuppen. Am Samstag, 24. April, kommen wir wie immer zum „Talk im Gerüst“ zusammen. Dieser steht diesmal unter der Überschrift „Menschliche Verhaltensweisen im Kontext des Arbeitsschutzes“. Ein gemeinsamer Ausflug am Samstagnachmittag bildet dann den Abschluss der Veranstaltung. Alle Details zum Ablauf, zum Tagungsort und zu den Angeboten für Begleitpersonen finden Sie im ausführlichen Programmheft, das wir unseren Mitgliedern dieser Tage zusenden. Sie finden es dann auch auf unserer Homepage verlinkt. Schauen Sie rein unter: www.geruestbauhandwerk.de/leistungen/ seminare-und-veranstaltungen/ Nachhaltigkeitsberichterstattung Entschärfung entlastet Handwerk Große Erleichterung im Handwerk: Ende 2025 haben sich EU-Parlament und Rat auf einen Kompromiss verständigt, der die Pflichten zur Nachhaltigkeitsberichterstattung und Sorgfaltspflichten in der Lieferkette für Handwerksbetriebe deutlich vereinfacht. „Mit diesem Ergebnis hat das Handwerk seine zentralen Forderungen durchsetzen können“, betont der Generalsekretär des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH), Holger Schwannecke. So sollen nur Großunternehmen mit mehr als 5.000 Mitarbeitenden und einem Jahresumsatz von mindestens 1,5 Milliarden Euro berichtspflichtig werden. Für kleine und mittlere Unternehmen wird der vom Handwerk favorisierte freiwillige VSME- Standard zur Richtschnur: Bei Unternehmen mit bis zu 1.000 Beschäftigten dürfen keine über diesen Standard hinausgehenden Informationen abgefragt werden. Insgesamt sieht der Kompromiss einen risikobasierten Ansatz vor, der Informationsanfragen im Rahmen der Lieferkettensorgfaltspflichten nur ausnahmsweise vorsieht. In seiner jüngsten Sitzung hat das EU-Parlament dem Kompromiss bereits zugestimmt. Bei Redaktionsschluss stand noch die finale Verabschiedung durch den Rat der EU-Staaten aus. Dies gilt aber als Formsache, nachdem eine Mehrheit der 27 Länder die Änderungen bereits grundsätzlich begrüßt hatte. „Handwerksbetriebe haben nun nachvollziehbare und praktikable Regeln, was Rechtssicherheit schafft und den Alltag erleichtert“, erklärt Schwannecke. Um diese Wirkung vollständig zu entfalten, seien nun Bundestag und Bundesrat gefragt. Dies müssten die europäischen Vorgaben nach ihrer finalen Verabschiedung auf EU-Ebene eins zu eins in deutsches Recht umsetzen. Auf der Zielgeraden befindet sich auch der Zukunfts-Kompass Handwerk (https://zukunfts- kompass-handwerk.de/), das Online-Tool des ZDH, mit dem Handwerksbetriebe künftig VSME-Berichte erstellen können. Bei Redaktionsschluss war eine Beta-Version online, die Betrieben ein erstes Einpflegen von Daten ermöglicht. Dieser Tage wird die nächste Projektphase starten, in der auch die Berichtserstellung über das Tool ermöglicht wird. Im Laufe des Jahres soll der Zukunfts-Kompass dann noch weiter verfeinert werden. Bundesregierung startet Meldeportal für Bürokratie- Hindernisse „EinfachMachen“ lautet der Titel eines neuen Online-Portals, auf dem Unternehmen, Verbände, aber auch jede Bürgerin und jeder Bürger bürokratische Hindernisse an die Bundesregierung melden und Verbesserungsvorschläge einreichen können. Mitte Dezember 2025 wurde das vom Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung koordinierte Portal in einer Beta-Version gestartet und soll im Laufe dieses Jahres schrittweise ausgebaut werden. Erreichbar ist es unter: https://einfach-machen. gov.de/ Die Einreichung ist online in wenigen Schritten Bürokratie- Hindernisse melden
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