4 01 / 2026 Innovative Gerüstkonstruktionen Schwerlastrampen für Flurförderfahrzeuge in Gerüstbauweise Fortlaufende Modernisierung, Instandsetzung von Bestandsbauwerken im öffentlichen und privaten Bereich sowohl im Straßen- und Brückenbau, bei Bahnhöfen als auch im allgemeinen Hochbau und Wohnungsbau bringen permanent Erweiterungen im Einsatz von temporären Gerüstkonstruktionen mit Sonder- und/oder Spezialgerüsten mit sich. Infolge eingeschränkter örtlicher Zugänglichkeiten des Bestandsbauwerkes oder auch durch umliegende Umgebungsbebauungen ist oft nur ein Materialtransport der notwendigen Einzelbauteile zur Schaffung von Zugänglichkeiten oder Abstützungen etc. nur von Hand möglich. Das wiederum führt dazu, dass innovative Gerüstbaulösungen erst die tatsächliche Umsetzung der notwendigen bauseitigen Sanierung oft auch im Betriebszustand der Bestandsbauwerke möglich machen. Nachfolgend beschriebenes Beispiel soll dies verdeutlichen (Abb. 1). Für eine umfassende Bauwerkssanierung an der Stockholmer Allee in Köln wurde unter Berücksichtigung der örtlichen Platzverhältnisse eine Schwerlastrampe in Gerüstbauweise benötigt, die in Anlehnung an die DIN EN 12811 bzw. die DIN EN 12812 erstellt und innerhalb von zwei Jahren wieder demontiert wurde. Die Gerüstkonstruktion wurde aus vorgefertigtem Systemmaterial mit Ergänzungen aus Stahlrohr-Kupplungsmaterial und systemfreien Zubehör erstellt. Entsprechend den bauseitigen Vorgaben wurde die Gerüstkonstruktion mit Bodengründung in Lastklasse 4 mit einer Nutzlast von NL = 3,00 kN/m2 auf 1,0 Arbeitslagen eingestuft. Zusätzlich musste die Schwerlastrampe in der Lage sein, die Lasten aus folgenden Flurförderfahrzeugen aufzunehmen (Abb. 2): 1) Betonfräse mit einem Eigengewicht von 3,50 t (siehe Datenblatt) 2) Radlader mit einem Eigengewicht von 3,75 t (siehe Datenblatt) Um die notwendigen Sanierungsarbeiten innerhalb des Bestandsbauwerkes wirtschaftlich und arbeitssicherheitstechnisch sinnvoll umzusetzen, war der Einsatz der genannten Betonfräse als auch des Radladers zur Durchführung der bauseitigen Arbeiten und auch des notwendigen Materialquertransportes zwingend erforderlich. Damit alle Arbeitsstellen mit den Flurförderfahrzeugen erreicht werden konnten, als auch zur Überbrückung der in Abb. 1 dargestellten Höhendifferenz, wurde eine temporäre Schwerlastrampe benötigt, die dann in Gerüstbauweise durch die Fachleute der Firma Odendahl GmbH aus Köln umgesetzt wurde (Abb. 3). TECHNIK Abb. 1: Isometrische Darstellung der Schwerlastrampe für Flurförderfahrzeuge, Quelle: Ingenieure Tomshöfer & Partner, Bochum Technisches Datenblatt Maschinentyp Betonfräse Hersteller Lutec Typ Comicat CM 140 Maschinengewicht 3,50 t Maschinengewicht/m2 550 kg Maschinenlänge 3.000 mm Maschinenbreite 14.700 mm Arbeitsbreite 400 mm Maschinentyp Radlader Hersteller Gehl Typ R 260 Maschinengewicht 3.719 t Maschinengewicht/m2 615 kg Maschinenlänge 3.467 mm Maschinenbreite 1.778 mm Arbeitsbreite 2.057 mm Abb. 2: Technische Datenblätter Radlader und Betonfräse Quelle: Ingenieure Tomshöfer & Partner, Bochum
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