GB_03.2026

16 03 / 2026 Faszination Gerüstbau Interview mit Florian Siemens, Gerüstbaumeister der Meyer Gerüstbau Wer das Firmengelände von Meyer Gerüstbau betritt, merkt schnell: Hier greifen Gerüstbau, Familie und Tradition nahtlos ineinander. Im Zentrum steht Florian Siemens, Gerüstbaumeister in dritter Generation, der direkt neben dem Büro, mitten am Hof, lebt und dadurch für Kunden wie auch für Mitarbeitende jederzeit erreichbar ist. Seine Begeisterung für den Gerüstbau und der starke familiäre Zusammenhalt prägen den Betrieb spürbar. Mit besonderem Stolz erzählt er im Interview über die Sanierung der Kirche in Arzberg – sein persönliches Herzensprojekt – sowie über den mutigen Schritt hin zum PERI UP Gerüstsystem, das Sicherheit, Effizienz und Zukunft für den Betrieb neu definiert hat. DER GERÜSTBAUER: Wie sind Sie zum Gerüstbau gekommen? Florian Siemens: Der Weg in den Gerüstbau war für mich fast schon vorgezeichnet. Man könnte sagen, mir wurden die Gene dafür in die Wiege gelegt. Bereits 1962 gründete mein Großvater mütterlicherseits in Ostwestfalen ein Gerüstbauunternehmen. Dadurch kam auch meine Mutter früh mit der Branche in Berührung und schrieb Geschichte: Sie legte in Dortmund als erste Frau in Deutschland die Gesellenprüfung zur Gerüstbauerin ab. Auch väterlicherseits war das Handwerk fest verankert. Mein Großvater führte ein Putz-, Stuck- und Gerüstbaugeschäft, das später mit der Firma meines Vaters zur heutigen Meyer Gerüstbau GmbH zusammengeführt wurde. Ich bin also buchstäblich mit dem Gerüstbau groß geworden. Der Betrieb meines Vaters – insbesondere der Lagerplatz – war für mich als Kind ein echter Magnet und mein persönlicher Abenteuerspielplatz. Wenn ich heute nach Feierabend mit langjährigen Mitarbeitern zusammensitze, erzählen sie mir schmunzelnd, dass ich schon als Vierjähriger den „Lageristen“ gespielt habe und sie zeitweise den Gabelstapler schon im Flussbett liegen sahen (Anmerkung: Der Lagerplatz liegt geografisch auf einer Insel). DER GERÜSTBAUER: Wie hat sich Ihr persönlicher, beruflicher Weg entwickelt? Florian Siemens: Ich bin anschließend in den väterlichen Betrieb eingestiegen und habe zunächst als Geselle direkt auf den Baustellen gearbeitet. Diese Zeit war für mich extrem prägend, denn ich habe das Handwerk von Grund auf gelernt – unter realen Bedingungen und im täglichen Austausch mit erfahrenen Kollegen. Das Büro spielte damals ehrlich gesagt kaum eine Rolle für mich. Ich war lieber draußen, wo man am Abend sieht, was man mit den eigenen Händen geschaffen hat. Dieses unmittelbare Erfolgserlebnis auf der Baustelle schätze ich bis heute sehr. Mit der Zeit hat sich mein Blick jedoch erweitert. Ich habe die Meisterschule besucht und Schritt für Schritt mehr Verantwortung übernommen – auch im organisatorischen und unternehmerischen Bereich. Heute bin ich überwiegend im Büro tätig und führe den Betrieb gemeinsam mit meinem Vater. Was mir dabei besonders wichtig ist: mein praktisches Wissen weiterzugeben. Es erfüllt mich, neue Mitarbeiter und Auszubildende zu begleiten und ihnen das Handwerk von der Pike auf zu vermitteln – so, wie ich es selbst gelernt habe. DER GERÜSTBAUER: Wie viele Mitarbeitende hat Meyer Gerüst- bau und welche Leistungen prägen Ihr Portfolio? Florian Siemens: Wir sind ein kleiner, familiengeführter Handwerksbetrieb mit insgesamt 20 Mitarbeitenden. Unser Team besteht aus vier Kolonnen, Lagermitarbeitern sowie kaufmännischem Personal. Diese Struktur ermöglicht uns effiziente Abläufe und kurze Entscheidungswege. Unser Leistungsportfolio ist breit aufgestellt und flexibel auf individuelle Kundenanforderungen ausgerichtet. Dabei konzentrieren wir uns nicht nur auf den klassischen Fassadengerüstbau, sondern bieten ein vielseitiges Spektrum an Gerüstlösungen für unterschiedlichste Einsatzbereiche. Qualität, Sicherheit und Verlässlichkeit haben für uns dabei oberste Priorität – Werte, die unsere Arbeit seit jeher prägen und für die wir als traditioneller Handwerksbetrieb stehen. DER GERÜSTBAUER: Was macht Meyer Gerüstbau einzigartig? Florian Siemens: Wir sind eine Familie – wo Probleme und Herausforderungen sind, halten wir zusammen. Dieses Miteinander umfasst das ganze Team. Unsere Mitarbeiter stehen hinter uns, und wir hinter ihnen. Egal, ob es um Unterstützung im Alltag, Hilfe bei Wohnungssuche oder einfach den regelmäßigen Austausch geht – bei uns ist Verlass aufeinander. Gemeinsame Aktivitäten wie Essen gehen stärken diesen Teamgeist zusätzlich. Diese Kultur des Zusammenhalts spiegelt sich auch in unserer Arbeit wider: Unsere Kunden können sich auf ehrliches Handwerk, Verlässlichkeit und offene Kommunikation verlassen. UNTERNEHMESFÜHRUNG Florian Siemens wurde der Gerüstbau quasi in die Wiege gelegt: Handwerkstradition und Pioniergeist prägen seinen Weg.

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