GB_03.2026

28 03 / 2026 Passt nicht? – Dann wird es passend gemacht. Wie KI-gestützte Anwendungsentwicklung Gerüstbaubetrieben neue digitale Freiheit verschafft KI-gestützte Anwendungsentwicklung eröffnet Gerüstbauunternehmen neue Spielräume jenseits klassischer Standardsoftware. Viele Betriebe arbeiten mit gewachsenen Abläufen, die sich in bestehenden Branchenlösungen nur unzureichend abbilden lassen. Hohe Kosten, starre Strukturen und langsame Anpassungen verstärken die Unzufriedenheit. Moderne KI-Werkzeuge ermöglichen es, aus einer klaren fachlichen Beschreibung schnell passgenaue Anwendungen zu entwickeln – von Baustellenrückmeldungen über Nachträge bis zur Materialplanung. So lassen sich zunächst Lücken schließen, später aber auch unpassende Softwarelösungen schrittweise ablösen. Damit kann die gesamte digitale Landschaft stärker am eigenen Betrieb ausgerichtet werden. Entscheidend bleibt ein Partner mit technischem und fachlichem Verständnis. Wenn der Betrieb nicht zur Software passt In vielen Gerüstbaubetrieben beginnt der Tag nicht mit einem sauber durchdigitalisierten Ablauf, sondern mit vielen parallelen Informationen: Ein Kunde ruft wegen eines Zusatzgerüsts an. Die Kolonne sendet Fotos von der Baustelle. Die Bauleitung fragt nach dem Materialbestand. Im Büro müssen Angebote, Nachträge und Rechnungen vorbereitet werden. Gleichzeitig liegt irgendwo noch ein handschriftlicher Zettel mit einer wichtigen Baustelleninformation. Das ist kein Zeichen schlechter Organisation. Es ist der normale Alltag in einer Branche, in der ständig etwas in Bewegung ist. Baustellen ändern sich, Kundenwünsche kommen kurzfristig, Material muss verfügbar sein, Kolonnen brauchen klare Informationen, und die Geschäftsführung möchte den Überblick behalten. Gerade deshalb stellt sich für viele Betriebe eine grundsätzliche Frage: Reicht eine Standardsoftware noch aus? Oder kann eine individuell entwickelte Anwendung, unterstützt durch KI, in manchen Fällen sogar die bessere Lösung sein? Standardsoftware ist wichtig, aber nicht immer ausreichend Branchensoftware hat im Gerüstbau ihren festen Platz. Sie kann Angebote, Aufmaße, Rechnungen, Projekte und Stammdaten verwalten. Für viele kaufmännische und organisatorische Aufgaben ist sie sinnvoll. Kein Betrieb sollte leichtfertig auf bewährte Systeme verzichten, wenn sie zuverlässig funktionieren. Doch die Erfahrung vieler Unternehmer zeigt auch: Der Gerüst- bau ist selten Standard. Ein Betrieb arbeitet überwiegend im Industriegerüstbau, ein anderer im Wohnungsbau. Manche Unternehmen haben eigene Lager- und Transportstrukturen, andere organisieren Material sehr flexibel. Einige benötigen umfangreiche Dokumentation, andere schnelle mobile Rückmeldungen von kleinen Baustellen. Dazu kommen gewachsene Abläufe, besondere Kundenanforderungen und unterschiedliche Arbeitsweisen der Bauleiter und Kolonnen (Abb. 1). Eine Standardlösung muss möglichst viele Betriebe bedienen. Genau darin liegt ihre Stärke, aber auch ihre Schwäche. Sie bietet einen allgemeinen Rahmen, passt aber nicht immer zu den Feinheiten des einzelnen Unternehmens. Unzufriedenheit mit Preis und Anpassungsgeschwindigkeit Hinzu kommt, dass viele Betriebe mit der Entwicklung klassischer Branchensoftware nicht vollständig zufrieden sind. Häufig DIGITALISIERUNG Abb. 1: Warum Standardsoftware oft nicht reicht

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