a.g.bau_01.2026

sinnvoll sind. Ergänzend wünscht sich der Experte mehr praxisnahe Branchenlösungen durch Unfallversicherungsträger, die Unternehmen Orientierung geben, ohne sie mit starren Vorgaben zu überziehen. Eine Schlüsselrolle spielen dabei die Führungskräfte. Sie entscheiden im Alltag, ob Sicherheitsbeauftragte eingebunden werden, ob Gefährdungsbeurteilungen ernst genommen werden und ob Beschäftigte sich trauen, unsichere Situationen anzusprechen. Klare Erwartungen, regelmäßiger Austausch und sichtbare Verantwortung im Team wirken häufig stärker als zusätzliche Rollen im Organigramm. Was das Gesetz fordert und was Unternehmen daraus gemacht haben Ein zweiter Punkt geht in der Debatte häufig unter: Nicht alles, was im Betrieb als „bürokratisch“ empfunden wird, ist tatsächlich gesetzlich vorgeschrieben. „Viele Regeln sind nicht gesetzlich, sondern hausgemacht. Aus Angst, im Zweifel nicht rechtskonform zu handeln“, sagt Stefan Ganzke. Unternehmen packten oft zusätzliche Vorgaben obendrauf, weil man auf Nummer sicher gehen wolle. Der sogenannte „Leiterbeauftragte“ ist dafür ein typisches Beispiel: Gesetzlich vorgeschrieben ist diese Rolle nicht, trotzdem existiert sie in vielen Unternehmen, inklusive Schulungen. Ähnlich ist es bei internen Verhaltensregeln, die zwar gut gemeint sein können, aber nicht aus Verordnungen stammen. Selbst ein Telefonierverbot beim Gehen über das Werksgelände ist häufig eine rein unternehmerische Entscheidung. Das BMAS-Konzept setzt an dieser Stelle an und will Doppelstrukturen abbauen, etwa bei dienstlich genutzten Fahrzeugen. „Privat reicht neben einer obligatorischen Sichtprüfung des Fahrers die StVZO-Prüfungen aus. Bei Dienstwagen hingegen muss noch einmal eine sachkundige Person auf Funktionsfähigkeit prüfen und dokumentieren. Jetzt soll für alle Dienstwagen, die keine Nutzfahrzeuge sind, die StVZO-Prüfung und die obligatorische eigene Sichtprüfung ausreichen, und das finde ich gut. Wir brauchen wieder mehr Eigenverantwortung von jedem Mitarbeiter“, sagt Stefan Ganzke von der WandelWerker Consulting GmbH. Entscheidend sei auch hier die Gefährdungsbeurteilung: Bei normalen Pkw könne das Risiko anders bewertet 14 Arbeitssicherheit Anzeige www. www. Auf Sicherheitsnetze von Huck können Sie sich verlassen! www.huck.net · www.huck.net Verkauf, Vermietung und Montage von Personenauffangnetzen. Manfred Huck GmbH Asslarer Weg 13-15 · 35614 Asslar-Berghausen Tel.: +49 (0) 6443 63-0 · Fax: +49 (0) 6443 63-29 www.huck.net · email: sales.de@huck.net

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