03 / 2026 • www.geruestbauhandwerk.de 22 Zeichen der Geschlossenheit und des Zusammenhalts Ende April fand im Hilton Hotel in Düsseldorf die Bundesfachtagung Gerüstbau 2026 statt. Einmal mehr sendet die Branche ein eindrucksvolles Zeichen der Geschlossenheit und des Zusammenhalts, gerade auch in bewegten Zeiten. Schon der erste Redner steckte den Rahmen ab: „Das wirtschaftliche Umfeld ist für das Handwerk aktuell echt schwierig“, betonte Andreas Ehlert, Präsident der Handwerkskammer (HWK) Düsseldorf, in seinem Grußwort. Schuld daran sei aber nicht allein die aktuelle geopolitische Lage: „Große Teile der Belastungen im Handwerk sind hausgemacht“, so Ehlert, der auch Präsident von Handwerk.NRW ist. Lobende Worte fand der HWK-Präsident für das Gerüstbaugewerbe, das auch in dieser Krise ein Signal der Stärke setze. Insbesondere stellte er die Imagekampagne heraus, mit der Bundesinnung und Bundesverband Gerüstbau für den Ausbildungsberuf werben. „Ihr Slogan Steht zusammen, hält zusammen fasst all das zusammen, für das Sie als Branche stehen. Dafür möchte ich Ihnen ausdrücklich gratulieren“, so Ehlert. Auch der zweite Gastredner zeigte sich begeistert vom Zusammenhalt in der Gerüstbaubranche. Kollegialität, Leistungsstärke und Schlagkraft bei zugleich schlanker und effizienter Struktur – so beschrieb Holger Schwannecke, Generalsekretär des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH), die Außenwirkung von Bundesinnung und Bundesverband Gerüstbau. Diese Schlagkraft sei auch nötig in der aktuellen Krisenlage, in der die politische Arbeit der Verbände besonders wichtig sei. Was nicht zuletzt an der Regierung liege. Zwar lasse die Koalition Reformwillen spüren – aber vor allem auf dem Papier. „Diese Regierung liefert nicht. Stattdessen lässt sie fast täglich einen neuen Testballon steigen“, so Schwannecke. Auch eine Ehrung nahm der ZDH-Generalsekretär in Düsseldorf vor: Für ihr langjähriges Wirken als Geschäftsführerin im Bundesverband Gerüstbau wurde Sabrina Luther mit dem Handwerkszeichen in Gold ausgezeichnet. „Sabrina Luther hat das Gerüstbauerhandwerk nicht verwaltet. Sie hat es gestaltet, nach vorne getragen und diesem Gewerk mit weiblicher Stärke und menschlicher Wärme ein Format gegeben, das überzeugt“, beschrieb Schwannecke das Wirken von Luther als langjähriger Geschäftsführerin von Bundesinnung und Bundesverband Gerüstbau. Sie vereine Verlässlichkeit und Durchsetzungsstärke in einer Weise, die in dieser Kombination selten sei. Nach weiteren internen Ehrungen folgten die ordentlichen Mitgliederversammlungen der Bundesinnung für das Gerüstbauer-Handwerk sowie des Bundesverbandes Gerüstbau e. V. mit den Berichten von Vorstand/Präsidium und Geschäftsführung zu den einzelnen Fachbereichen sowie den Haushaltsbeschlüssen. Hierbei kamen viele Themen zur Sprache, die die Gerüstbaubranche aktuell bewegen, darunter das Thema Umbau von Gerüsten und das neue tarifliche Sommerausfallgeld. Auch der Vorsitzende der Sozialkasse des Gerüstbaugewerbes, Dr. Stefan Häusele, erstattete Bericht. Marcus Nachbauer, Bundesinnungsmeister und Präsident des Bundesverbandes Gerüstbau, nahm in seiner Rede zu verschiedenen politischen Themen Stellung, die das Gerüstbaugewerbe unmittelbar betreffen. Hierzu zählt das kürzlich beschlossene Bundestariftreuegesetz, dessen praktische Ausgestaltung – trotz grundsätzlich begrüßenswerter Zielsetzung – Gerüst- baubetriebe vor erhebliche Probleme stellen dürfte. Als tragfähigen Kompromiss lobte Nachbauer das tags zuvor vom Bundestag verabschiedete Vergabebeschleunigungsgesetz, das Abweichungen von der Fach- und Teillosvergabe nun doch nur in einem eng gesteckten Rahmen zuBundesfachtagung 2026
RkJQdWJsaXNoZXIy MjY5NTE=