8 03 / 2026 keit von unten durchgeführt werden, was z. B. durch flächenorientierte Hängegerüstkonstruktionen möglich wäre. Wenn die Brücke trotz Anwendung der Flächenregel nach DIN EN 12811 die Zusatzlasten aus der flächenorientierten Hängegerüstkonstruktion nicht aufnehmen kann, sind eventuell Sonderlösungen durch den Gerüstaufsteller möglich, was Abbildung 5 verdeutlichen soll. Im Zuge der technischen Bearbeitung als auch der Abstimmung mit dem Auftraggeber und dem Bauwerksstatiker wurde deutlich, dass die Brücke bei laufendem Betrieb die Zusatzlasten aus der geplanten und zur Durchführung der Arbeiten zwingend notwendigen Gerüstkonstruktion nur eingeschränkt aufnehmen kann. Um die bauseitige Zugänglichkeit der Unteransicht an jeder Stelle der Bestandsbrücke zur Durchführung der Instandsetzungsarbeiten zu ermöglichen, wurde das geplante flächenorientierte Hängegerüst in ein fahrbares Hängegerüst mit einzelnen abgestimmten Hängegerüstbahnen und verschiedenen Lasteinleitungspunkten (Hängepunkten) aufgeteilt, damit die Belastung des Bestandbauwerkes auf ein Minimum reduziert wird. Dazu wurde die Brückenunterfläche in Arbeitsabschnitte (Abb. 5) unterteilt und es wurden verschiedene „Hängegerüstgondeln“ konzipiert, die es möglich gemacht haben, jede Stelle der Brückenunteransicht zur Durchführung der bauseitigen Arbeiten zu erreichen (Abb. 6 bis Abb. 9). TECHNIK Abb. 9: Vorderansicht einer fahrbaren Hängegerüstgondel Quelle: Ingenieure Tomshöfer & Partner, Bochum Abb. 8: Seitenansicht einer fahrbaren Hängegerüstgondel Quelle: Ingenieure Tomshöfer & Partner, Bochum Abb. 7: Draufsicht einer fahrbaren Hängegerüstgondel mit umlaufender Randabsturzsicherung Quelle: Ingenieure Tomshöfer & Partner, Bochum
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