GB_04.2026

ARBEITSSICHERHEIT Wirtschaftlichkeit. Gerade in Verbindung mit digitaler Planung entfaltet sie ihren eigentlichen Wert. Vom Luftbild zum digitalen Aufmaß Der eigentliche Mehrwert beginnt nach dem Flug. Erst in der Auswertung wird aus dem Bildmaterial ein verwertbares Planungsinstrument. Moderne Software kann aus einer Vielzahl von Einzelaufnahmen ein dreidimensionales Modell erzeugen. Diese Methode, meist im Zusammenhang mit Photogrammmetrie genutzt, erlaubt eine präzise Rekonstruktion von Oberflächen, Formen und Abmessungen. Für den Gerüstbau ist das digitale Aufmaß von besonderer Bedeutung. Maße, Höhen, Dachneigungen, Fassadenabschnitte oder Vorsprünge lassen sich aus dem Modell ableiten und in die Planung übernehmen. Das reduziert Unsicherheiten und erleichtert die Kalkulation. Statt auf grobe Schätzungen angewiesen zu sein, kann der Betrieb auf eine belastbare Datenbasis zurückgreifen. Gerade bei komplexen Gebäuden oder bei Projekten mit Sonderkonstruktionen ist das ein erheblicher Vorteil. Auch die Nachverfolgung von Änderungen wird einfacher. Wenn sich während der Bauphase bauliche Details verändern oder zusätzliche Anforderungen entstehen, lässt sich das früh erkennen und dokumentieren. So wird die Drohne zu einem Werkzeug, das nicht nur den Ist-Zustand festhält, sondern auch die Weiterentwicklung des Projekts unterstützt. 3D-Modell und Gerüstplanung Aus dem digitalen Aufmaß entsteht im nächsten Schritt das 3D-Modell. Dieses Modell ist nicht bloß eine visuelle Spielerei, sondern eine konkrete Planungsgrundlage. Es ermöglicht, das Bauwerk räumlich zu erfassen und Gerüstsysteme bereits vor der Montage virtuell zu prüfen. Damit können Kollisionspunkte, Anschlussbereiche, Überbrückungen oder besondere Bauwerksformen frühzeitig sichtbar gemacht werden. Gerade im Zuge der 3D-Gerüstplanung bietet diese Methode große Vorteile. Die Planung wird anschaulicher, präziser und oft auch wirtschaftlicher. Montageabläufe lassen sich besser vorbereiten, Materialbedarfe genauer abschätzen und besondere Lösungen gezielter entwickeln. Auch die Kommunikation mit Bauherrn, Architekten oder anderen Gewerken profitiert, weil die geplante Konstruktion verständlicher dargestellt werden kann. Zugleich unterstützt das 3D-Modell die interne Qualitätssicherung. Wenn Planer und Ausführende mit derselben digitalen Grundlage arbeiten, sinkt die Gefahr von Missverständnissen. Die Drohne liefert also nicht nur ein Bild der Fassade, sondern einen Baustein für eine moderne, datenbasierte Projektsteuerung. Ein Leitfaden für den Betrieb Wer den Drohneneinsatz im Betrieb einführen will, sollte schrittweise vorgehen. Zuerst ist zu klären, welche Anwendungsfälle überhaupt sinnvoll sind: Bestandsaufnahme, Schadendokumentation, Aufmaß, Angebotsphase oder Baustellenkontrolle. Danach folgt die Auswahl geeigneter Technik und die Bestimmung der verantwortlichen Mitarbeitenden. Anschließend müssen die rechtlichen Grundlagen, die Registrierung, die Kompetenznachweise und die Versicherungsfragen geklärt werden. Im nächsten Schritt empfiehlt sich eine interne Arbeitsanweisung. Sie sollte regeln, wer fliegen darf, wie der Einsatz vorbereitet wird, welche Genehmigungen einzuholen sind, wie mit Datenschutz umzugehen ist und wie die Daten gespeichert werden. Ebenso wichtig ist die Festlegung, wann ein Einsatz nicht durchgeführt wird, etwa bei ungünstigen Wetterbedingungen oder in sensiblen geografischen Gebieten. Schließlich gehört auch die Auswertung fest in den Prozess. Die gewonnenen Daten sollten nicht einfach abgelegt, sondern aktiv für Aufmaß, Kalkulation, 3D-Modellierung und Gerüstplanung genutzt werden. Erst dann entfaltet sich der wirtschaftliche Mehrwert. Der Drohneneinsatz wird damit vom Einzelereignis zum festen Bestandteil moderner Arbeitsvorbereitung. Anzeige Bönninger Gerüstbau GmbH & Co. KG Graffweg 42a • 44309 Dortmund Telefon: 0231-488788 Ansprechpartnerinnen: Frau Britta Wallbrecher Frau Melanie Bartsch Abhollager Dortmund Telefon: 040-5332880 E-Mail: info@klplanen.de

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