a.g.bau_02.2026

Belastungen am Arbeitsplatz. "Gerade in Klein- und Kleinstbetrieben sind spürbare Fortschritte im Arbeitsschutz erzielt worden", berichtete er und bestätigte die Bedeutung eines modernen Arbeitsschutzes im Kontext digitaler Transformation. Der Einsatz neuer digitaler Techniken biete viele Chancen, sei aber auch mit Gefährdungen für die psychische Gesundheit der Beschäftigten verbunden. "Deshalb ist es wichtig, dass die betrieblichen Akteure diesen Gefährdungen durch eine gute Arbeitsgestaltung entgegenwirken und die Beschäftigten ihre individuellen Gesundheitskompetenzen verbessern", so das BDA-Hauptgeschäftsführungsmitglied: "Dabei brauchen die Unternehmen fachkundige Unterstützung, zum Beispiel von Berufsgenossenschaften und betrieblichen Arbeitsschutzfachleuten." Alexander Gunkel forderte zugleich einen Bürokratieabbau im Arbeitsschutz, um dessen Effizienz und Wirksamkeit zu steigern: "Es gibt kaum einen Lebensbereich, der so mit Vorschriften und Regeln überzogen ist, wie die Arbeitswelt." Unternehmen in Deutschland müssten etwa 10.000 Einzelanforderungen im Arbeitsschutz beachten. "Das ist deutlich zu viel", kritisierte er: "Der Vorschriftendschungel muss dringend gelichtet werden." Vorschriften und Regeln im Arbeitsschutz müssten verständlich, einfach und handhabbar sein. Verpflichtungen zur Bestellung von Betriebsbeauftragten sollten abgebaut, Fristen flexibilisiert, mehr digitale Angebote und Tools zur Verfügung gestellt und der Dokumentationsaufwand deutlich reduziert werden. Auch Andreas Schmincke, Geschäftsführer der PEAG Holding GmbH, forderte weniger Regulierung und mehr Eigenverantwortung, um Unternehmen beim Arbeitsschutz nicht durch Bürokratie zu überlasten und Innovation zu ermöglichen. Aber wir dürfen die Schutzstandards für Beschäftigte nicht gefährden", mahnte er zugleich: "Wie wertvoll nicht nur das über Jahre entwickelte Fachwissen einer Arbeitskraft ist, sondern auch ihre langfristige Gesundheit, merke ich als Führungskraft doch meist erst dann, wenn sie plötzlich länger ausfällt." Der Geschäftsführer ging auch auf die steigende Zahl der Krankheitstage ein. "Zwar dürfte zum Großteil die bessere Erfassung der elektronischen AU dahinter stecken, trotzdem sollte man mit systematischen Monitorings zeitliche und regionale Trends erfassen, um damit Ursachenforschung und zielgerichtete Prävention betreiben zu können", schlug er vor. Die O-Töne der Gäste dieses Podcasts finden Sie unter: https://www.peag-online.de/news/ podcast → Weitere Informationen https://www.peag-online.de/mit-arbeitsschutzbeschaeftigte-und-betriebe-staerken 10 Arbeitssicherheit → PEAG Holding GmbH Die PEAG Holding GmbH ist strategischer Partner für Personalberatung, ver- mittlungsorientierte Arbeitnehmerüberlassung, Beschäftigtentransfer und Personaladministration. Auch in arbeitsmarktpolitischen Bereichen beteiligt sich die PEAG regelmäßig unter dem Claim "Wir machen Zukunft. Für Menschen." mit öffentlichen Debatten und Symposien zu aktuellen Themen und ist Impulsgeber für Akteure des Arbeitsmarktes und Trendsetter im Bereich Personalmanagement.

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