31 Recht Betriebsunfall Risiken für Geschäftsführer und Mitarbeitende durch polizeiliche Ermittlungen Ein schwerer Arbeitsunfall ist für jedes Unternehmen ein Schock, insbesondere wenn hierbei Mitarbeitende zu Schaden kommen. Doch neben der menschlichen Tragödie folgt oft unmittel- bar die juristische: Polizei und Staatsanwaltschaft nehmen die Ermittlungen auf. Wer haftet, wenn Mitarbeitende verunglücken? Was droht Geschäftsführern bei Organisationsverschulden? Und wie verhält man sich bei einer Vorladung? Ein Überblick über die strafrechtlichen Facetten, die oftmals auch wegweisend für haftungsrechtliche Fragen sind. Der Ernstfall: Wenn die Polizei im Betrieb steht Arbeitssicherheit ist ein komplexes Feld, und trotz aller Vorsicht lassen sich Risiken nie ganz ausschließen. Manchmal kommt es zu schwerwiegenden Unfällen auf Baustellen oder in Unternehmen, sei es, dass ein Gerüst fehlerhaft erstellt wurde oder Mitarbeitende in einer Fabrik oder im Verkehr Unfallverhütungsvorschriften ignorieren und Geräte unsachgemäß bedienen. Ist der Unfall geschehen, ändert sich die Situation im Betrieb schlagartig. Solche Ereignisse mit Personen- oder erheblichen Sachschäden lösen regelmäßig einen Polizeieinsatz aus mit entsprechenden Ermittlungen. Diese richten sich meist gegen Personen, die an dem Geschehen irgendwie beteiligt waren. Hierbei herrscht meist große Unsicherheit: Oft ist es vom Zufall abhängig, ob jemand zum Beschuldigten wird. Denkbar ist hierbei, dass der direkte Vorgesetzte, der Sicherheitsbeauftragte, der Kollege, der die Maschine zuletzt gewartet hat oder auch die Geschäftsführung selbst ins Visier der Ermittlungen gerät. Die Vorwürfe: Fahrlässige Tötung und Körperverletzung Im Zentrum der Ermittlungen stehen meist die Delikte der fahrlässigen Körperverletzung (§ 229 StGB) oder, im schlimmsten Fall, der fahrlässigen Tötung (§ 222 StGB). Anders als bei Vorsatzdelikten will hier niemand den Schaden herbeiführen. Der strafrechtliche Vorwurf lautet vielmehr: eine mögliche Sorgfaltspflichtverletzung oder ein Organisationsverschulden. Die Staatsanwaltschaft prüft, ob der Unfall durch pflichtgemäßes Verhalten hätte verhindert werden können. Typische Anknüpfungspunkte sind: Anzeige Wir unterstützen Sie mit Texten und Layouts. Einfach E-Mail Anfrage senden an: info@bernheine-medien.de Wie stelle ich mein Unternehmen richtig dar?
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