Gesundheitsrisiko Personalmangel Mehrarbeit und Überstunden gefährden die Gesundheit Trotz der aktuellen konjunkturellen Schwäche bleibt der Fachkräftemangel in Deutschland bestehen. Laut dem Kompetenzzentrum Fachkräftesicherung (KOFA) fehlten im Jahresdurchschnitt 2025 in Deutschland 369.516 qualifizierte Arbeitskräfte. Wie groß der Fachkräftemangel ist, hängt dabei stark von der Branche ab. Pflege, Kinderbetreuung und technische Berufe sind laut Institut der deutschen Wirtschaft (IW) besonders betroffen. Der oft über Monate andauernde Personalmangel hat vielfältige Auswirkungen auf die Arbeitsbedingungen: Die Belegschaft muss mehr leisten, um das Arbeitsaufkommen zu bewältigen. Es kann zu Arbeitsverdichtung sowie zu physischen und psychischen Belastungen kommen. In dieser Situation ist es wichtig, dass Führungskräfte Überlastungen bei den Beschäftigten erkennen und gegensteuern. Handlungsempfehlungen zu diesem Thema bietet TÜV Rheinland in seinem Whitepaper „Trotz Fachkräftemangel: Die Gesundheit der Beschäftigten schützen!“ Erhöhte Arbeitsbelastung: mehr Stress, höhere Unfallgefahr Um die zusätzliche Arbeit zu bewältigen, müssen die Beschäftigten schneller arbeiten und zusätzliche oder fachfremde Aufgaben übernehmen. Das kann zu Unsicherheit und Zeitdruck bei der Arbeit führen. Mögliche Folgen: Müdigkeit, Erschöpfung, Schlafstörungen, Beschwerden im Bereich des MuskelSkelett-Systems und Kopfschmerzen sowie psychische Belastungen. Hinzu kommt: Längere Arbeitszeiten, Überstunden und ausgelassene Pausen erhöhen die Unfallgefahr bei der Arbeit. Darüber hinaus führen sie dazu, dass der benötigte Ausgleich in der Freizeit zu kurz kommt. Gesunde Führung – bei Fachkräftemangel besonders wichtig Wie Führungskräfte Anzeichen von Überlastung erkennen können, ist laut Iris Dohmen, Arbeitspsychologin bei TÜV Rheinland, eine häufige Frage in Workshops zum gesunden Führen, die sie und ihre Kolleginnen und Kollegen regelmäßig für Unternehmen durchführen. „Ganz typisch bei psychischen Belastungen sind Gereiztheit oder eine verringerte Fehlertoleranz“, sagt Dohmen. Aber auch 4 Arbeitssicherheit → Über TÜV Rheinland Arbeitsmedizinische Dienste Die TÜV Rheinland Arbeitsmedizinischen Dienste (AMD) betreiben als Tochterunternehmen der TÜV Rheinland Group bundesweit arbeitsmedizinische Zentren und beraten Betriebe hinsichtlich Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin. Rund 840 Fachärzte, Fachkräfte für Arbeitssicherheit, Psychologen, Arbeitsmedizinische Assistenten, Gesundheitsmanager und Berater setzen sich dafür ein, Risiken und Gefahrenpotenziale in Unternehmen zu verringern und die physische wie psychische Gesundheit zu schützen. Damit gehören die AMD zu einem der größten Anbieter für arbeitssicherheits- bzw. arbeitsmedizinische Dienstleistungen in Deutschland. Ging es beim Arbeitsschutz lange nur um die technische Vermeidung von Arbeitsunfällen, so kümmern sich die AMD heute zunehmend um die ganzheitliche Prävention und Gesundheitsvorsorge.
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