a.g.bau_03.2026

Unverzichtbares Werkzeug Formschlüssige Systeme können die Ladungssicherung vereinfachen und die Fehleranfälligkeit reduzieren Jährlich sterben fast 3.000 Menschen im Straßenverkehr. Darauf macht der Tag der Verkehrs- sicherheit am dritten Samstag im Juni jedes Jahr aufmerksam. Ziel des Aktionstags ist es, durch Aufklärungskampagnen und Fachveranstaltungen das Bewusstsein für sicheres Verkehrsverhalten zu schärfen und Unfallrisiken zu minimieren. Dabei spielt auch das Thema der Ladungssicherung eine wichtige Rolle, wie Guido Elting von der Elting Metalltechnik GmbH sagt. Denn gerade im Hinblick auf die sachgemäße Verwendung von Zurrgurten haben Verantwortliche große Wissenslücken. Das hat eine nicht repräsentative Umfrage unter Fahrern und Ausbildern ergeben. Dürfen Zurrgurte geknotet oder eingeschnitten sein? Wann sind Zurrgurte ablegereif? Dürfen Zurrgurte gedreht werden? Diese und weitere Fragen hatte Michael Girbes, zertifizierter Sachverständiger und selbst Ausbilder im Bereich Ladungssicherung, in seiner Befragung Ende 2025 gestellt. Das Ergebnis: Nur 2,5 % der 118 Teilnehmenden konnten alle Fragen zum Thema Zurr- und Spanngurte korrekt beantworten. „Zurr- und Spanngurte sind und bleiben ein unverzichtbares Werkzeug der Ladungssicherung. Aber ihre sachgerechte Anwendung wird in der täglichen Praxis systematisch unterschätzt, häufig fehlerhaft ausgeführt und zu selten kontrolliert. Wenn nur so wenige Teilnehmende alle Anwendungsfragen korrekt beantworten können, ist hier noch Aufklärungsarbeit zu leisten, damit Waren unter allen Verkehrsbedingungen sicher transportiert werden“, erklärt Guido Elting, Geschäftsführer von Elting Metalltechnik. Ladungssicherung darf kein Ergebnis von Berechnungsglück sein Zurr- und Spanngurte sichern Ladung, indem sie diese durch Kraftaufwand (Niederzurren) auf die Ladefläche pressen oder durch Direktverbindungen (Direktzurren) formschlüssig blockieren. Sie bestehen aus einem Gurtband und einem Spannelement wie einer Ratsche. Beim Niederzurren (kraftschlüssig) wird der Gurt über die Ladung geführt und an beiden Seiten am Fahrzeug verzurrt. Die Ratsche spannt den Gurt, wodurch die Ladung auf die Ladefläche gepresst wird. Die erhöhte Reibung verhindert das Verrutschen. Beim Direktzurren (formschlüssig) werden die Gurte zwischen den Zurrpunkten am Fahrzeug und festen Anschlagpunkten der Ladung befestigt. Dies blockiert wiederum die Bewegung der Waren in alle Richtungen. Zurr- und Spanngurte gelten dabei aufgrund ihrer Flexibilität, ihrer geringen Anschaffungskosten und ihrer einfachen Handhabung als Standardlösung in der Transportlogistik. Diese scheinbare Einfachheit trügt jedoch: Der normgerechte Einsatz von Gurtsystemen bei der kraftschlüssigen Ladungssicherung setzt komplexe Fachkenntnisse voraus. Anwender müssen unter anderem die erforderliche Anzahl der Gurte für das jeweilige Ladegut berechnen, die wirkenden Kräfte bei unterschiedlichen Zurrwinkeln kennen und die Auswirkung von Reibbeiwerten in variablen Lagesituationen korrekt einschätzen. „Aus unserer Erfahrung sind Zeitdruck, wechselndes Fahrerpersonal und mangelndes Wissen über physikalische Zusammen8 Arbeitssicherheit

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