a.g.bau_03.2026

Besonders deutlich wird dies bei der Auswahl geeigneter Schutzmaßnahmen. Ob ein bestimmter Schutzhandschuh für einen Gefahrstoff geeignet ist oder welche Schutzmaßnahmen auf einer Baustelle erforderlich sind, lässt sich nicht allein auf Basis einer KI-Empfehlung entscheiden. "Man muss das Expertenwissen haben, zu beurteilen, ob das Ergebnis überhaupt Sinn ergibt", betont Hübner. Problem kennen – dann Werkzeug wählen Und: Nicht jede Aufgabe profitiert automatisch von künstlicher Intelligenz. "Am Anfang muss immer die Frage stehen: Welchen Prozess möchte ich eigentlich automatisieren oder vereinfachen – und was passiert anschließend mit dem Ergebnis?", sagt Hübner. Besonders sinnvoll kann der Einsatz dort sein, wo hoher organisatorischer Aufwand entsteht oder Risiken frühzeitig erkannt werden sollen. Unternehmen sollten sich dabei zunächst auf die größten Gefährdungen und die wichtigsten Handlungsfelder konzentrieren. "Wo drückt der Schuh am meisten? Wo liegen die größten Gefahren? Mit diesen Fragen sollten Betriebe starten", empfiehlt Hübner. Angebote für Mitgliedsbetriebe der BG ETEM Die BG ETEM stellt Mitgliedsunternehmen über ihr Serviceportal "Meine BG ETEM" bereits maßgeschneiderte Informationen zur Verfügung – mit KI-Unterstützung. "Der Algorithmus berücksichtigt unter anderem Betriebsgröße, Branche und Erkenntnisse zum Unfallgeschehen, um passende Angebote vorzuschlagen", erklärt Hübner. Anschließend schlägt die Anwendung dann etwa passende Seminare oder Medien vor. Die BG ETEM baut das unter www.meine. bgetem.de verfügbare Portal sukzessive weiter aus. Darüber hinaus entwickelt die BG ETEM digitale Assistenten für die Gefährdungsbeurteilung. Ziel ist es, Unternehmen Schritt für Schritt durch den Prozess zu führen und den Dokumentationsaufwand zu reduzieren. Die Grundlage dafür bildet ein besonderer Wissensschatz: "Die Expertinnen und Experten der BG ETEM haben über Jahrzehnte Gefährdungen, Arbeitsprozesse und passende Schutzmaßnahmen systematisch erfasst. Dieses Fachwissen fließt in unsere Anwendungen ein", sagt Hübner. Letztlich entscheide nicht die Technologie über den Erfolg von KI im Arbeitsschutz, sondern ihr sinnvoller Einsatz: "Menschliche Erfahrung, Fachwissen und KI müssen zusammenspielen." Quelle: Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse – BG ETEM 27 Meldungen → Podcast zum Thema Wie Unternehmen KI im Arbeitsschutz sinnvoll einsetzen können, erläutert Dorothee Hübner in der aktuellen Folge von "Ganz sicher", dem Podcast der BG ETEM für Menschen mit Verantwortung. Der Podcast ist auf der Webseite der BG ETEM unter der Adresse www.bgetem.de/ganzsicher zu finden. Ebenso bei Spotify, YouTube Music, Deezer, RTL+, Pocket Casts sowie Apple Podcasts.

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